• astridmetko

Wann sollte man Ängste behandeln?

Aktualisiert: 13. Nov 2019

Schätzungsweise leiden 12 Millionen Deutsche unter einer Angststörung. Ängste sind normal, aber wann sind sie behandlungsbedürftig?




Bei den Ängsten unterscheidet man Phobien, Panikstörung und Generalisierte Angststörung. Sie gehen oft mit körperlichen und seelischen Symptomen einher.

Bei Phobien tritt die Angst überwiegend in bestimmten Situationen auf. Bei der Panikstörung und der generalisierten Angststörung ist dies situationsunabhängig und unvorhersehbar. Etwa 15% der Menschen in Deutschland leiden im Laufe ihres Lebens an einer behandlungsbedürftigen Angststörung.


Angst ist ein alltägliches Phänomen. Sie übernimmt eine wichtige Warnfunktion und erhöht die Aufmerksamkeit und Handlungsbereitschaft. Wenn die Angst jedoch unbegründet ist, kann Sie unser Leben beeinträchtigen und sogar massiv einschränken.


Kleinere Beeinträchtigungen sind vielleicht:

- Sie wechseln die Straßenseite, da sie sonst an einem Hund vorbeigehen müssten

- Sie können schon Tage vor einem Arztbesuch nicht mehr schlafen

- Sie können nicht in den Urlaub fliegen, da sie bereits bei dem Gedanken ans Fliegen

Schweißausbrüche bekommen


Unter größere Beeinträchtigungen könnten fallen:

- Sie gehen kaum noch aus dem Haus, da sie nicht wissen, wann die nächste Panikwelle sie

überrollt

- Sie machen sich ständig Sorgen und haben das Gefühl, dass etwas Schlimmes passieren

wird

- Sie leiden an wiederkehrenden schweren Angstanfällen mit heftigen körperlichen und

psychischen Symptomen


Vieles kann zu Ängsten und Panikattacken führen: Stress und zu viel Arbeit, belastende Situationen, eine schwierige Familienkonstellation, schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit, traumatische Erlebnisse aber auch Übernommenes von vorherigen Generationen können dazu beitragen.

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© 2020 Praxis für Einzel-, Paar- und Familientherapie, Astrid Metko