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Welche Rolle spielt der "Innere Antreiber" bei Erschöpfung und Burnout?

Aktualisiert: 13. Nov 2019

Burnout ist bereits zu einem gängigen Begriff geworden. Burnout bedeutet ausgebrannt sein, keine Motivation mehr zu haben und vielleicht sogar arbeitsunfähig zu sein.



In den Gesprächen mit meinen Klienten fiel mir immer wieder dieses Bild ein „Esel, dem eine Karotte aufgehängt wird“. Bei meiner Websuche nach einem passende Bild gab ich u.a. die Begriffe „Esel und Karotte“ ein und stellte fest, dass Ratgeber wie „Das Karottenprinzip: Motivation durch bewusstes Handeln“ oder „So bezähmen Sie ihren inneren Schweinehund“ kamen. Es sind Ratgeber, die uns helfen sollen, die Karotte mit allen Mitteln zu erreichen. Grundsätzlich ist ein gewisser Ehrgeiz und Motivation nicht schlecht und lässt uns unsere Ziele erreichen. Aber was ist, wenn jemand die Karotte immer höher hängt? Was ist, wenn wir nicht die notwendigen Ressourcen haben (wie z.B. Wissen, Zeit, Geld, Gesundheit), um die Ziele zu erreichen?


Eine hohe Stressbelastung kann folgenschwere Auswirkungen auf unsere psychische und physische Gesundheit haben. Um nur ein paar davon zu nennen: Depressionen, Ängste, Panikattacken, Rückenschmerzen, Magen- Darmprobleme, erhöhter Blutdruck, Herzprobleme, Erschöpfung, Tinnitus, Migräne, Schlafprobleme, Unruhe, Gereiztheit, Kreislaufprobleme, häufige Infektionen usw.


Nun könnte man meinen, das Schwein auf dem Rücken des Esels sind die Chefs, die Kinder, Ehemann oder Ehefrau, eben die Erwartungen der anderen. Aber was ist mit unseren eigenen Antreibern, unseren eigenen hohen Erwartungen an uns selber? Unser Umfeld können wir nicht verändern, wir können aber unsere eigenen Erwartungen hinterfragen. Wir können unsere Glaubenssätze (eigene Antreiber) und damit verbundenen Wertvorstellung ändern.


Kommen Ihnen diese Sätze bekannt vor?

„Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“

„Halbe Sachen macht man nicht“

„Wer nichts leistet, ist nichts wert“

„Ohne Fleiß kein Preis“

„Fehler dürfen nicht passieren“

„Nur perfekte Arbeit ist gute Arbeit“

usw.

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© 2020 Praxis für Einzel-, Paar- und Familientherapie, Astrid Metko