Methoden

01.

Systemische Therapie

Mit den Methoden der Systemischen Therapie wird der Mensch als Mitglied in verschiedenen sozialen Systemen betrachtet: Die Familie, der Freundes- oder Kollegenkreis hat meist großen Einfluss auf das derzeitige Befinden des Einzelnen. Dabei kann nicht nur die jetzige Situation Einfluss haben und betrachtet werden, sondern auch vergangene Situationen ebenfalls miteinbezogen werden, die im „Hier und Jetzt“ noch wirken. Auch Paarsituationen können genauer betrachtet werden. So zeigen sich oft gegenseitige Trigger, wie zum Beispiel aneinander vorbei zu reden, unterschiedliche Kommunikationsmuster und Ebenen, bei denen ebenfalls die vergangenen Situationen und Gefühle eine Rolle spielen.

Da es sich um eine Methode mit zahlreichen kreativen darstellenden Elementen handelt, wie z.B. Familienaufstellungen, Timeline, Arbeit mit inneren Anteilen und Gefühlen, Arbeit mit Bildern, usw. können Themen, die immer wieder im eigenen Leben auftauchen, sichtbar gemacht werden.

02.

EMDR

(Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist ein psychotherapeutisches Verfahren, das erfolgreich in der Traumatherapie eingesetzt wird. Hauptelement dieser Methode ist die bilaterale Stimulation, die in verschiedenen Phasen der Behandlung Augenbewegungen, Töne oder kurze Berührungen z. B. des Handrückens  (sogenannte „Taps“), enthält.

Unser Gehirn ist in der Lage, Erlebtes so zu verarbeiten und abzulegen, dass das seelische Gleichgewicht erhalten bleibt. Aufgrund traumatischer Erlebnisse oder psychischer Verletzungen kann es dazu kommen, dass unser Gehirn dies nicht mehr richtig verarbeiten kann. Durch ähnliche Situationen werden dann bewusst oder unbewusst unkontrollierte Emotionen und Stimmungen hervorgerufen.

 

Somit ist diese Methode sehr gut geeignet bei:  

  • Reaktionen auf Traumatisierung und Traumafolgestörungen, wie z.B. Depressive Verstimmungen, Ängste, Selbstvorwürfe, Trauer

  • Traumatisierung nach Unfällen wie z.B. immer wieder kehrende Bilder des Unfalls, Trauer oder Wut über Unfallfolgen

  • Angst, Panikstörungen und Phobien (z.B. Zahnarztphobie, Spinnenphobie, Angst vor Hunden)

  • Substanzabhängigkeit (z.B. Rauchen)

  • Psychosomatische Störungen

  • Auflösen von Triggern und Glaubenssätzen

03.

Brainlog®/Brainspotting

Brainlog® ist ein körperzentriertes Verfahren, das die neuesten Erkenntnisse aus der Hirnforschung nutzt und durch die methodische Weiterentwicklung bilateraler Therapieformen, wie EMDR und Brainspotting zu nachhaltigen Erkenntnis- und Heilungsprozessen führen kann. Ein weiterer wichtiger Teil dieser Methode ist die Aktivierung von Ressourcen und die Verbindung von Belastungs- und Ressourcennetzwerk, um bestehende negative Muster zu unterbrechen und durch Positives zu ersetzen. Brainlog® arbeitet zielorientiert und findet, verarbeitet und löst die Quelle des emotionalen oder körperlichen Schmerzes.


Die therapeutischen Einsatzgebiete sind sehr vielfältig, so z.B. bei Ängsten, Phobien, Schmerz, Burnout, Trauer, Trauma, Psychosomatik oder ADHS. Aber auch im Coaching kann Brainlog® z.B. bei Ängsten, für Problem- und Konfliktlösungen oder zur Ressourcenaktivierung, Zielerreichung und Kreativitätssteigerung eingesetzt werden.

04.

Hypnosetherapie

Hypnose ist ein vorübergehender Zustand veränderter Aufmerksamkeit. Während die Aufmerksamkeit im normalen Wachzustand breit gefächert ist und der Mensch (theoretisch) seine Umgebung komplett wahrnehmen kann, wird die Aufmerksamkeit während der Hypnose gezielt auf bestimmte Vorstellungen oder Gedanken fokussiert und störende Umweltreize oder Schmerzen ausgeblendet. In Hypnose wird die Aufmerksamkeit durch den/die Hypnotiseur/in gelenkt und fixiert.

Unsere Energie fließt in die Richtung, in die wir unsere Aufmerksamkeit richten. Richten wir sie auf die negativen Dinge, so werden wir über kurz oder lang auch die entsprechenden negativen Erfahrungen machen. Dieses Prinzip funktioniert aber auch in die entgegengesetzte Richtung!

Ziel der Hypnose ist es, die Aufmerksamkeit gezielt auf die positiven Dinge auszurichten. Fähigkeiten, die Sie bereits besitzen, werden durch die Hypnose aktiviert. Es können Erfahrungen mit einbezogen werden, die Ihnen nicht mehr präsent sind (z.B. Kindheitserinnerungen). Diese können im Hier und Jetzt negativ wirken aber auch im Positiven Ressourcen aktivieren.

 

Dadurch können z.B.:

- Verhaltensmuster unterbrochen werden (z.B. Rauchen),                 

- emotionale Blockaden gelöst werden (z.B. Depression),

- die Heilung seelischer und körperlicher Leiden in Gang gesetzt

- und eigene Ziele verwirklicht werden.

05.

Phytotherapie

Unter Phytotherapie (griechisch: Phyton = Pflanze) oder Pflanzenheilkunde versteht man die Anwendung von Heilpflanzen und natürlichen Präparaten gegen körperliche oder seelische Beschwerden.

Gerade bei seelischen Beschwerden kann gut unterstützend mit Pflanzenheilkunde gearbeitet werden.

Es gibt bereits viele pflanzliche Arzneimittel  wie z.B. Tinkturen,  Spagyrische Heilmittel, Bachblüten und Fertigpräparate. Aber auch mit Kräutern zubereitete Tees, Bäder oder die Aromatherapie können zusätzlich zu den anderen Therapieformen ergänzt werden und positive Wirkung auf das gesamte Befinden haben.

So kann z.B. Johanniskraut nicht nur bei depressiven Verstimmungen eingesetzt werden, sondern auch bei Stress, Schlafproblemen, Nervosität oder Konzentrationsproblemen. Lavendel beruhigt und hilft bei Erschöpfungszuständen. Und gerade Bachblüten haben einen sehr großen Anwendungsbereich, wenn sich seelische Probleme zeigen. Ein hier wohl vielen bekanntes Mittel sind die Bach Rescue Tropfen bei kritischen Situationen oder Ängsten, die sich bereits in vielen Hausapotheken befinden.

© 2020 Praxis für Einzel-, Paar- und Familientherapie, Astrid Metko